Hormone zur Eizellreifung FSH - LH - HMG

Die für die Eizellreifung verantwortlichen Hormone LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) nennt man Gonadotropine.
Die Therapie beginnt mit einer Stimulation der Eierstöcke dieser natürlichen Botenstoffe. Durch die Gabe von Hormonspritzen wird die Chance erhöht, mehrere Eizellen zu gewinnen. Die Handhabung der Hormonspritzen ist sehr unkompliziert – Sie können sich das Präparat ganz einfach selbst unter die Haut verabreichen oder Ihren Partner darum bitten. Die Behandlung dauert zehn bis zwölf Tage und wird im Normalfall gut vertragen. Ihr behandelnder Arzt legt die Dosis individuell fest. Während einer Stimulationstherapie sind mehrere Ultraschallkontrollen notwendig, um eine Überstimulation zu vermeiden.

Follikelstimulierendes Hormon (FSH) ist das wichtigste Hormon bei der Stimulation der Eierstöcke und wird in allen Standardprotokollen der In-vitro-Fertilisation eingesetzt. Zur Ergänzung kann in besonderen Fällen das luteinisierende Hormon (LH) erforderlich sein. Beide Hormone werden inzwischen gentechnisch hergestellt.

Humanes Menopausengonadotropin (HMG) ist ein aus Urin gewonnenes, gereinigtes Hormonpräparat, das neben einem großen Anteil Fremdproteinen vor allem eine definierte Menge von FSH enthält. Es wird alternativ zum gentechnisch hergestellten FSH zur ovariellen Stimulation vor allem in der IVF eingesetzt.