Hormonstörungen

Diese Störung findet sich z. B. bei dem Syndrom der polycystischen Ovarien (PCO).
Die wesentlichen Probleme, die mit dem PCO-Syndrom einhergehen können, sind eine Störung des Menstruationszyklus, Probleme mit der Gewichtskontrolle und Hautprobleme.
Allerdings treten nicht alle diese Störungen bei Frauen mit polycystischen Ovarien auf.
Polycystische Ovarien enthalten viele kleine Follikel von maximal 8 mm Durchmesser, die den abschließenden Reifezustand nicht erreichen können.
Die hormonellen Veränderungen sind in der Regel:
  • Erhöhter Spiegel von männlichen Hormonen
  • Erhöhter Spiegel vom luteinisierenden Hormon (LH), eines in der Hypophyse gebildeten Hormons, dass die Aktivität der Eierstöcke reguliert
  • Erhöhter Spiegel an Insulin, einem Hormon, das im Wesentlichen für die Umwandlung von Nahrung in Energie verantwortlich ist. Bei erhöhtem Spiegel kann Insulin die Eierstöcke zu einer übermäßigen Testosteronproduktion anregen und somit die Ursache dafür sein, dass die Eierstöcke polycystisch werden.
Die Behandlung der Unfruchtbarkeit bei PCO hat das Ziel, einen monatlichen Eisprungs zu erreichen. Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, wie das Clomifencitrat oder das follikelstimulierende Hormon (FSH).
In jüngster Zeit gewinnt ein weiteres Mittel an Bedeutung: Metformin, ein Medikament, dass bereits seit vielen Jahren im Rahmen der Therapie des Diabetes mellitus eingesetzt wird.
Es unterstützt den Körper, Insulin effektiver zu nutzen und verbessert damit die Funktion der Eierstöcke.

Auch andere Störungen wie z. B. Unter- oder Übergewicht, exzessiver Sport, Medikamente und Streß beeinflussen das hormonelle Gleichgewicht. Seltener liegen eine genetische Auffälligkeit oder eine Tumorerkrankung zu Grunde.