Risiken

 

Follikelpunktion

Jede Follikelfunktion ist ein operativer Eingriff, der die entsprechenden Risiken mit sich bringt. So können bei der Eizellentnahme Komplikationen wie Infektionen oder Organverletzungen auftreten. Da die Follikelpunktion ultraschallgesteuert durchgeführt wird, ist dieses Risiko äußerst gering.

Mehrlingsschwangerschaft

In Deutschland ist die Übertragung von max. 3 Embryonen zugelassen. Auch wenn bei den meisten Behandlungszyklen nur 2 übertragen werden, ergibt sich bei der Behandlung eine erhöhte Rate von Mehrlingsschwangerschaften. So liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft bei etwa 18-20 %, die einer Drillingsschwangerschaft bei etwa 1,8 %.

Fehlgeburt

Bei natürlicher Zeugung enden rund 12 % der Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt.
Bei der IVF steigt dieses Risiko leicht an, was jedoch überwiegend auf das höhere Alter der Patientinnen zurückzuführen ist.

Ovarielle Hyperstimulation (OHSS)

Ziel der hormonellen Stimulation ist es, mehrere Eizellen zu gewinnen. Je mehr Eizellen heranreifen, desto größer werden die Eierstöcke. Die Reifung mehrerer Follikel bei einer Behandlung sind also ganz normal. In seltenen Fällen kann es zu einer Überstimulation kommen, d. h. es bilden sich zu viele und zu große Eibläschen, die wiederum vermehrt Hormone ausschütten. Dabei kann es zu Flüssigkeitsansammlung mit Schmerzen im Bauchraum kommen. Ist die Überstimulation zu stark, kann in wenigen Fällen eine Behandlung im Krankenhaus notwendig sein.

Durch regelmäßige Ultraschallkontrollen während der Stimulation kann das Risiko eines OHSS auf das Minimum unter 1 % reduziert werden.